Meine Teles:

Eine Tele, die nicht einen einzigen Fenderteil hat. Zusammengebastelt von Matz Guitars.

Das Telecaster-Konzept ist nach wie vor genial. Meine hier hat hinten einen Broadcaster Pickup von Seymour-Duncan und vorne einen total bluesigen G&L. Die Broadcaster war die eigentliche Ur-Tele, bevor sie aus markenrechtlichen Gründen zur Telecaster wurde.

Der Hals ist schön breit, damit man zwischen den Saiten genug Platz für Fingerpickings hat. Das Tailpiece ist von Joe Barden.

Seit einiger Zeit bin ich Fan japanischer Gitarren aus den 70er und 80er Jahren. Gerade Fender hatte damals Probleme mit der Mutterunternehmung CBS, was beinahe zum Ende der Produktion führte. Dank der Übernahme der Marke durch einige Mitarbeiter wurden uns diese legendären Instrumente erhalten. Allerdings waren die Fabriken in den USA nicht Teil des Deals. So konnten die Fender-Gitarren während einiger Zeit nur noch in Japan gebaut werden ...

Eine davon ist diese Fender Telecaster MIJ (Made in Japan). Dank der (damaligen)  Einstellung der Japaner , lieber etwas Gutes zu machen als schnellen Profit, sind diese Instrumente von hoher Qualität und noch heute von Kennern gesucht. Habe auch einen Laden gefunden, der Pickguards (Schlagbretter) aus verschiedenen Materialien wie z.B. Holz und in verschiedensten Designs verkauft.


Wenn wir grad bei den Hölzern sind:

Die ersten Teles waren aus Nadelhölzern; nicht gerade das übliche Tonholz für Gitarren. Es gibt nun einen Trend "back to the roots" Gitarren wieder aus solchen Hölzern zu machen. So z.B. die Pinecasters aus Kiefernholz. Zudem ist die Long Leaf Yellow Pine (Sumpfkiefer) das typische Südstaatenholz.


Hier die Barnes Custom Pinecaster #011. Sogar der Hals ist aus der gleichen Kiefer. Er ist jedoch mit einem Trussrod verstärkt, was die ganz Originalen noch nicht waren; und - ebenfalls entgegen der reinen Lehre - habe ich gleich zwei String-Trees (Saitenniederhalter) montiert. Sogar die Verdrahtung des Tonepotis als Volume für den Bridge-Pickup habe ich jetzt geshafft. Da der Platz unter der Control-Plate knapp ist (die Gitarre ist gerade mal 3 cm dick), ist nun ein Gibson-Schalter drauf .

A real southern belle ...


Diese Fender Mexico Deluxe Tele mit einigen Umbauten wie z.B. G&L Pickups, einem Bigsby-Vibrato, neuer Elektronik und einem Holzpickguard. Und die Mexikaner scheinen etwas gelernt zu haben punkto Verarbeitung.

Bei meinen Strats und Teles sind zwei Saitenniederhalter drauf; nicht nur für die E- und H-Saite, sondern auch für die G- und D-Saite.

Bei den meisten meiner Teles ist das Tonepoti zu einem zweiten Volumepoti (für den Bridge-Pickup) umfunktioniert. So können die Tonabnehmer in der Mittestellung lespaulmässig zusammengemischt werden.

Ein Schema dazu gibt es hier von der Seymour-Duncan Seite. Das Bridge-Volume-Poti muss jedoch - jedenfalls bei mir - wie das Neckvolume verdrahtet werden, ist einfach um 180 Grad gedreht. Auf dem Schema ist das spiegelverkehrt dargestellt. So wie dort gezeigt ist es zu, wenn es offen sein sollte.



Die gleichen Mods sind auf der 2001 Mexico Tele.


Ein Kollege von meinem Sohn hat sie mir gegeben. Sie stammt - wie der Blues DeVille - von seinem Vater, der sie nicht mehr spielen kann. Er hat sich ein gutes Plätzchen für seine Gitarre gewünscht und nun ist sie bei mir im Kreise ihrer Telekolleginnen sozusagen im "Gitarrenasyl". Macht Spass, sie zu haben.


Neu ist das schwarze Schlagbrett und die Gotoh-Bridge.







Fender Telecaster Walnut MIJ


Diese sehr seltene Nussbaum Telecaster aus Japan trägt die Bezeichnung TL62-115WAL. 


Die Telecaster ist in Nussbaum, hat neu hinten einen Broadcasterpickup (wie die Matz Tele oben), weil der Originale leider den Geist aufgab. 

...und ein Hammersound; klarer Attack und solide Bässe wie Esche, aber mit sanften Höhen wie Mahagoni, und gut definierte Mitten wie Erle (tönt ja wie an einer Weindegustation ... s. dazu z.B.  http://clausbehr.de/tonhoelzer.html).



Les Paul im Telepelz

Die Ibanez Thinline 2384 ist eine Kopie der 72er-Fender Thinline ebenfalls etwa aus diesen Jahren. Sie hat weder eine Serien-Nummer noch einen Schriftzug, was hier ausnahmsweise heisst, dass sie echt ist. Mit den Humbuckern ist sie etwas anderes als eine "normale" Tele. Für alle, die sich nicht trauen, eine Les Paul an ein Country-Festival mitzunehmen (obwohl das in der aktuellen Countryszene auch hierzulande kein Problem mehr sein sollte).

Der Hals ist super zu spielen, die Elektronik hatte noch ein paar Macken (250k Potis für Humbucker? Signal geht vom Volume via Tonregler zum Output). Habe 500k Potis reingetan und das Tonepoti zu einem Volumepoti für den Bridge-Tonabnehmer gemacht. Zudem hat sie jetzt die Slash Alnico Pro II Pickups, die ursprünglich für die Epiphone Les Paul Studio vorgesehen waren, mit Splitcoil und so.

Achtung: bei den echten Fender 72 Thinlines sind grössere Pickups drauf. Die kann man nicht so einfach mit "normalen" Humbuckern ersetzen.


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