Meine Les Pauls:

Gibson Les Paul " Bullion All Gold" 1960 Reissue von 1990. Habe lange von einer goldenen Les Paul geträumt, ... und dann kam eine komplett Goldene. Sie hat alles drauf, vom Mark Knopfler Brothers in Arms Sound bis zum Gary Moore (R.I.P.) Brett. Tönt super für Sounds wie Free (mit dem genialen "mit wenig Tönen viel sagen" Gitarristen Paul Kossoff).

Heute kennt man die Les Paul vor allem als Hardrock- und Bluesgitarre. Ursprünglich wurde sie aber von Les Paul - einem Gitarristen und Soundtüftler der eher leichten Muse - entworfen, um relativ cleane Sounds zu spielen. So nehmen Entwicklungen halt so ihren Lauf ...

Im Gegensatz zum Original mit den Ceramic-Pickups sind jetzt ein Paar Gibson 1957 Classic Tonabnehmer mit Alnico II-Magneten drauf. So tönt das nun schon echt nach alter Gibson.

Die Schramme oben kommt von einem Gitarrenständer ohne Gummi drum und dem kläglichen Versuch, diese am nächsten Tag gleich mit einem noch herumstehenden Lackspray zu flicken; also Vorsicht, wo ihr eure Lieblingsteile abstellt ;-) ... und andere zahlen etwas, damit ihre Gitarre so zerschrammt aussieht.
Aus Japan stammt diese Orville Les Paul Standard. Orville ist ein Gibson Ableger und eigentlich wurden fast alle diese in Japan hergestellten Instrumente von der Fujigen Gakki Company gebaut, ob sie jetzt Fender, Orville, Tokai, Greco oder Burny heissen.

Die Pickups sind von Seymour-Duncan (Seth Lover SH 55). Sie ist auch schön leicht, im Gegensatz zu einigen USA-Modellen. Wobei das Gewicht schlussendlich via verwendetes Holz oder Hohlräume auch auf den Sound einen Einfluss hat.




Back in Black:

Noch aus Korea, diesmal von Epiphone, stammt diese Les Paul Studio (heute kommen die Epis anscheindend alle aus China).

Sie kam zusammen mit verschieden-
sten Original-Gibson-Teilen und zwei Seymour-Duncan Slash Pickups, die der vorherige Besitzer verbauen wollte, dabei jedoch kläglich scheiterte. Die Pickups sind jetzt auf der Ibanez Thinline; aktuell drauf sind - nach einigen Experimenten - wieder die originalen Epiphone Pickups, allerings ohne Covers und ohne all den Wachs, den die Koreaner hier reingetan hatten.

Zusammen mit meinem Sohn Dominik ist es uns nun gelungen, aus dem hässlichen Entlein eine super Rockgitarre zu basteln. Domi, danke für die Nerven ;-)






Ein  Höhepunkt an japanischer Gitarrenbaukunst: Die Bacchus Duke Master Gold Top. Unter dem Slogan "Beginning of the new Tradition" stellen diese Gitarrenbauer sagenhafte Instrumente her, die in ein paar Jahren vielleicht ebenfalls den Status ihrer Vorbilder haben.

Diese Les Paul inspirierte Gitarre mit den P-90 Style HMC ALNICO III Pickups kommt meiner Vorliebe für Allman Brothers und /oder Dickey Betts entgegen.



Nochmal aus Japan, der Edelgitarren-Bauernation im fernen Osten: Eine Tokai Love-Rock LS85. Sie sieht aus wie eine alte Gibson Les Paul Gold Top, ist auch schwer wie diese und tönt halt eben auch wie diese. Der Vorbesitzer hat zusätzlich Lollar Imperial Humbucker-Pickups drauf getan. Da kommt ein rechtes Pfund daher, speziell mit dem Marshall Silver Jubilee.

Wahrscheinlich eine der einzigen meiner Gitarren, die ich einfach so übernommen habe, ohne etwas abzuändern - ausser vielleicht der Halseinstellung. Es stimmt einfach alles ...

Ein weiteres Japan-Modell und die absolute Minimal-Gitarre und halt eben auch eine Les Paul: die Burny Rock'n Roll Version.

Eine Kopie der Les Paul Junior aus den 70ern. Nur ein Pickup, und sie tönt am besten, wenn das Tonepoti abgehängt ist. Ist echt urtümlich und ein Stück Musikgeschichte. Habe sie auch schon als Telecaster-Ersatz eingesetzt, ist aber eigentlich die pure Rockriff Klampfe.

Die Farbe heisst übrigens TV-Yellow. Beim Schwarz-Weiss Fernsehen war echtes Weiss im Scheinwerferlicht zu hell, deshalb musste man die Gitarren gelb machen, damit sie am Bildschirm weiss erschienen. Man stelle sich nun vor, wie vergilbt die in den einschlägigen TV-Spots für Waschmittel dargestellte weisse Wäsche gewesen sein muss ...