Guitars

Warum bin ich überhaupt Gitarrist geworden?


Erste Klavierversuche hatten keinen Erfolg und als mein Vater in den 60er-Jahren die erste Beatles Platte kaufte, war das  nun schon eine Erleuchtung im Vergleich zur Musik, die unsere Eltern damals sonst so hörten (Klassik, Stockhausen, Chansons usw.).

Mein jüngerer Bruder hatte schon ein Jahr vor mir mit Gitarrespielen begonnen und war auch viel talentierter. Meine Eltern begleiteten ihn oft an Konzerte, da er in einigen Konzertlokalen sonst gar nicht eingelassen wurde.

Eines Abends erwähnte ich beiläufig, dass ich es vielleicht auch mit Gitarre versuchen könnte, meine Eltern waren begeistert, das der endlich etwas Kreatives machen wollte und ... here we are.

Nach einigen Lektionen auf der akustischen Wanderklampfe musste dann eine elektrische Gitarre her. Dieses Aria-Diamond-Modell hing im Geschäft neben einer Fender Stratocaster, die viel teurer war und erst noch weniger Schalter dran hatte. Also dachte ich das Geschäft meines Lebens zu machen und kaufte die billigere mit erst noch mehr Knöpfen dran

... und wenn man dann mit der Gitarre hintendrauf auf dem Moped am Schulhaus vorbeifuhr, machte das zu jener Zeit schon noch Eindruck auf die Mitschülerinnen ...


Links mein Bruder Michael mit seiner halbakustischen Aria, die mit einem Schaller-Amp - oder hier dem kleinen Laney von Schämpu Berchier - schon recht professionell daherkam. Und es ist halt auch der Player, der den Sound macht ...

Wer erinnert sich noch an die Konzerte der "Pot" mit Bänz Studer an der Rhythm-Gitarre, Duri Wirz am Drums und Dänu Rutsch am Bass ... und eben meinem Bruder als Leadgitarristen? 

Leider haben die Jungs nach einiger Zeit aufgehört, weil das Musikmachen eben noch mit Sachen verbunden ist, die nichts mit Musik, Talent und Freude zu tun haben. 



Über die Jahre hinweg habe ich immer wieder andere Gitarren gehabt. In den Schulferien haben wir irgendwelche Jobs gemacht wie Schulhaus putzen, Büros zügeln und so, und mit dem verdienten Geld wurden dann Gitarren und sonstiges Equipment gekauft. Kann sein, dass einige davon heute richtige Sammlerstücke sind und sich irgendwo auf der Welt bei jemandem befinden, der sie hoffentlich zu schätzen weiss, z.B. die 60er-Jahre Strats, die wir in den 70ern als Occasionen kauften, weil wir nicht genug Geld für eine neue Gitarre hatten ... oder die Gretsch Chet Atkins Country Gentleman und die Martin D18 aus Yours truly Zeiten ... oder die rote Les Paul, meine FoolHouse Hauptgitarre ...

So hat jede Gitarre Ihre Geschichte, auch diejenigen die ich heute habe, die:

Eine Auswahl von Gitarren, die im Verlauf der Zeit bei mir vorbeikamen und wieder gegangen sind (Galerie):